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Camp Century: „Wissen nicht, was sich dort unten befindet“ – Grönlands radioaktives Geheimnis im Eis
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Camp Century
„Wissen nicht, was sich dort unten befindet“ – Grönlands radioaktives Geheimnis im Eis
Von Steb Starcevic
Veröffentlicht am 20.01.2025Lesedauer: 6 Minuten
Behälter mit radioaktivem Material beim Rückbau von Camp CenturyQuelle: Jon Fresch/U.S. Army
Mit Donald Trumps Anspruch auf Grönland rückt eine verlassene US-Basis im arktischen Eis wieder in den Blick. Die Armee gab die unterirdische Stadt mit eigenem Kernkraftwerk auf und nahm den Reaktor mit. Doch die radioaktiven Rückstände könnten schneller freigelegt werden als gedacht.
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Tief in der gefrorenen Wildnis Grönlands schlummert ein radioaktives Geheimnis unter dem Eis – und das könnte Donald Trump Kopfzerbrechen bereiten, wenn der designierte US-Präsident seine Drohung wahr macht, die riesige Arktisinsel unter seine Kontrolle zu bringen.
Es handelt sich um Camp Century, eine amerikanische Militärbasis, die 1959 während des Kalten Krieges errichtet wurde, um nukleare Abschussbasen zu entwickeln, die einem russischen Angriff standhalten könnten.
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Das Projekt, bei dem ein Netz von Tunneln durch das grönländische Eis gegraben und mit einem kleinen Kernkraftwerk betrieben werden sollte, erwies sich wegen des sich ständig verändernden Eises als undurchführbar und wurde 1967 aufgegeben. Zwar demontierten die Amerikaner das Kraftwerk und nahmen den Reaktor mit, als sie 1967 abzogen.
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Modul des mobilen Kernkraftwerks in Camp CenturyQuelle: Jon Fresch/U.S. Army
Aber sie ließen tausende Tonnen Abfall und Schutt zurück, darunter auch radioaktive Rückstände, die für immer unter der Eiskappe begraben bleiben sollten. Doch wegen des Klimawandels könnte das „für immer“ früher kommen als gedacht.
Da sich die Erde erwärmt, ist Camp Century, das sich an einem der entlegensten Orte der Erde befindet – etwa 1500 Kilometer nördlich von Nuuk, der Hauptstadt Grönlands –, wieder in den Mittelpunkt des Interesses gerückt. Die Frage ist auf einmal, wie lange es noch unter dem Eis verborgen bleiben wird.
Eine 2016 veröffentlichte bahnbrechende Studie kam zu dem Ergebnis, dass die Überreste der verlassenen Basis gegen Ende des 21. Jahrhunderts durch schmelzendes Eis und Schnee freigelegt werden könnten.
„Unsere Studie zeigt, dass Camp Century angesichts des vom Menschen verursachten Klimawandels nun eine unerwartete politische Bedeutung hat“, schrieben die Forscher. In Grönland, das seit 1979 ein selbstverwaltetes dänisches Territorium ist, löste die Enthüllung einen politischen Sturm aus.
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Der grönländische Außenminister Vittus Qujaukitsoq forderte, Dänemark solle die Verantwortung für die Beseitigung der Trümmer der verlassenen US-Militäreinrichtungen in Grönland übernehmen, von denen es 20 bis 30 gibt. Grönland, das früher eine dänische Kolonie war, hat nie zugestimmt, diese zu übernehmen.
Nuuk und Kopenhagen unterzeichneten 2017 ein Abkommen, das rund 30 Millionen US-Dollar für die Beseitigung von Trümmern und Abfällen vorsieht. Camp Century war jedoch nicht Teil der Vereinbarung.
Spezialfahrzeuge der US-Armee im Jahr 1959 zur Belieferung der US-BasisQuelle: Getty Images/Pictorial Parade
Die Grönländer seien besorgt, dass Camp Century mit dem Abschmelzen des Eises verschmutzt werde, sagt Pipaluk Lynge, Abgeordnete der größten Partei Grönlands und Vorsitzende des parlamentarischen Ausschusses für Außenpolitik.
Aber es gehe nicht nur um Camp Century, fügte sie mit Blick auf die anderen aufgegebenen Stützpunkte hinzu. „Es gibt viele Orte, an denen sie Tonnen von Müll hinterlassen haben“, sagte sie gegenüber der WELT-Partnerpublikation „Politico“. Die Vereinigten Staaten hätten überall in der Arktis militärischen Abfall zurückgelassen.
Bloß nicht in das Trümmerfeld bohren
Es habe bislang keine Versuche gegeben, die radioaktiven und giftigen Rückstände von Camp Century zu entfernen, sagt William Colgan, Professor für Glaziologie und Klima an der Geological Survey of Denmark, der die Studie von 2016 über das Eis um Camp Century leitete.
Zwar habe er einmal tief in das Gelände gebohrt, um es auf Anfrage des dänischen Gesundheitsministeriums auf Radioaktivität zu testen. „Aber man versucht tatsächlich bewusst zu vermeiden, in das Trümmerfeld zu bohren“, so Colgan zu „Politico“. „Wir wissen nicht genau, was sich dort unten befindet.“
Camp Century wurde als eine unterirdische Stadt beschrieben, komplett mit einer Kapelle, einem Friseursalon und Schlafsälen, die einst Hunderte von Menschen beherbergten. Um sie zu errichten, wurden Ausrüstung und Vorräte auf Schlitten und Sattelschleppern von der nahe gelegenen Pituffik Space Base, dem nördlichsten noch aktiven US-Militärstützpunkt der Welt, über das Eis transportiert.
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Strategisch wichtige Insel
In einer Reportage des amerikanischen Fernsehsenders CBS aus dem Jahr 1961 über die US-Militärbasis reiste die Fernsehlegende Walter Cronkite an. In seiner Sendung filmte er, wie die riesigen Eistunnel von Camp Century gegraben wurden, und zeigte, wie sich die Ingenieure der US-Armee in ihren unterirdischen, mit Atomstrom betriebenen Baracken ausruhten, lasen und Schallplatten hörten.
All das ist jetzt unter dicken Eisschichten begraben. Colgan sagte, er und sein Forscherteam hätten Teile von Camp Century, wie das Treibstofflager, nicht finden können, weil sie befürchteten, es zu sehr zu stören. „Es ist kalt, es ist tief, da darf man nicht herumstochern“, sagt er.
Ausbau eines Tunnels im EisQuelle: Getty Images/Pictorial Parade
Es gibt mehrere Möglichkeiten, wie Camp Century die Umwelt kontaminieren könnte. Eine davon ist, dass schmelzendes Eis und Schnee giftige Abfälle ins Meer spülen – wie die 200.000 Liter Dieselkraftstoff unter dem Eis, so Colgan.
Eine andere Möglichkeit ist, dass das Eis, das die Basis enthält, abbricht und einen Eisberg bildet. Das eine ist in diesem Jahrhundert unwahrscheinlich, das andere würde wahrscheinlich Tausende von Jahren dauern.
„Zwei oder drei Grad mehr machen den Unterschied“
Aber die Zeitachse verschiebt sich ein wenig, je nachdem, wie stark sich die Welt in den nächsten Jahrzehnten erwärmt. Die Prognosen gehen zwar auseinander, aber ein im vergangenen Oktober veröffentlichter Bericht der Vereinten Nationen geht davon aus, dass sich die Erde in diesem Jahrhundert um 2,6 bis 3,1 Grad Celsius erwärmen wird, ohne dass es möglich sei, den Temperaturanstieg auf das 2015 in Paris vereinbarte Ziel von 1,5 Grad Celsius zu begrenzen.
„Es geht nur um wenige Grad“, sagte Colgan: „Zwei oder drei Grad Celsius sind der Unterschied zwischen Camp Century, das unter dem Eis bleibt, und Camp Century, das schmilzt.“
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Camp Century selbst war entscheidend für das Verständnis der Wissenschaftler vom Klimawandel. In den 1960er-Jahren entnahmen Wissenschaftler dort einen Eiskern, eine gefrorene Bodenprobe, die bis heute untersucht wird, um Erkenntnisse über Klimamuster vor Hunderttausenden von Jahren zu gewinnen. Die Basis sei nach wie vor ein wissenschaftlicher „Superstandort“, sagte Colgan, der sie jedes Jahr mit vielen anderen Klimaforschern besucht.
Sollten die USA die Insel für sich beanspruchen – wie es Trump wiederholt getan hat, der die amerikanische Kontrolle über Grönland als „absolute Notwendigkeit“ bezeichnet und sogar mit militärischer Gewalt gedroht hat – würden sie auch das Erbe ihrer eigenen umweltschädlichen Aktivitäten in Camp Century während des Kalten Krieges antreten.
„Camp Century ist ein Mikrokosmos des Klimawandels“, so Colgan. „Die Menschen von heute müssen verstehen, wie sich Entscheidungen, die vor 50 oder 60 Jahren getroffen wurden, auf das Klima auswirken.“
Und angesichts der Tatsache, dass die Vereinigten Staaten derzeit der zweitgrößte Emittent von Emissionen sind, die die Erde erwärmen, sei das Camp Century und sein „sich wandelndes Schicksal“ nicht nur ein faszinierender Ausschnitt aus den Trivialitäten des Kalten Krieges, sondern auch eine Geschichte über Klimaschutz und Verantwortung in der heutigen Zeit.
Colgan warnt: „Es sind die Entscheidungen, die in den nächsten ein bis zwei Jahrzehnten getroffen werden, die uns auf diese Entwicklungspfade führen, die Auswirkungen auf Jahrhunderte haben werden.“
Dieser Artikel erschien zuerst bei „Politico“. Übersetzt aus dem Englischen und bearbeitet von Jens Wiegmann.
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