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Abrechnung mit dem BSW: „Mir gefällt Frau Wagenknechts Wortwahl nicht“, sagt der Vizeministerpräsident
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Abrechnung mit dem BSW
„Mir gefällt Frau Wagenknechts Wortwahl nicht“, sagt der Vizeministerpräsident
Veröffentlicht am 07.01.2026Lesedauer: 2 Minuten
Robert Crumbach während einer Sitzung des Brandenburger Landtags im NovemberQuelle: Jens Kalaene/dpa
Nach dem Bruch der Koalition in Brandenburg und seinem Austritt aus dem BSW rechnet Finanzminister Robert Crumbach scharf mit seiner früheren Partei ab. Gestaltungswillen sehe er dort nicht mehr – und wirft Sahra Wagenknecht eine Wortwahl vor, die „Grenzen überschreitet“.
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Nach dem Ende der Regierungskoalition in Brandenburg und seinem Austritt aus dem BSW rechnet Vizeministerpräsident und Finanzminister Robert Crumbach im Interview mit dem „Spiegel“ mit der Partei ab: „Das BSW taugt zu gar nichts mehr. Nicht mal zur Opposition. Es gibt keinen Gestaltungswillen mehr in der Partei. Nur zu kritisieren reicht auch in der Opposition nicht.“ Die Partei habe sich verändert, sagte der 63-Jährige.
„Das BSW hat begonnen als Partei, die den Menschen, die von Politik enttäuscht sind, ein besseres Angebot macht und nach konkreten Lösungen sucht. Damit haben wir in unserem Gründungsjahr in den Landeswahlkämpfen geworben: für bessere Gesundheitsversorgung und bessere Bildung. Wir haben nicht nur kritisiert. Das ist vorbei: Jetzt geht es nur noch ums Draufhauen.“
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Sahra Wagenknecht überschreite Grenzen, meint Crumbach. „Mir gefällt Frau Wagenknechts Wortwahl nicht.“ Als Beispiel nennt Crumbach Wagenknechts Reaktion auf die Ablehnung des Bundestags einer Neuauszählung des Ergebnisses der Bundestagswahl, bei der das BSW knapp gescheitert war.
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„Ich finde auch, dass man deshalb das Wahlergebnis neu auszählen sollte. Dass Frau Wagenknecht aber die Bundestagsabgeordneten, die gegen eine Neuauszählung gestimmt haben, als ‚Demokratieverächter‘ bezeichnet, geht nicht. Das überschreitet eine Grenze. Das Bundesverfassungsgericht überprüft die Entscheidung des Bundestags, und damit ist es dann gut. Wir leben in einem Rechtsstaat und so zu tun, als täten wir das nicht, verbietet sich. Ich bin Mitglied einer Landesregierung, ich vertrete diesen Staat. Das BSW hat diese Regierung gestützt, das BSW vertritt diesen Staat. Man darf nicht in einer solchen Art über den Staat herziehen.“
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Über den harschen Ton seiner ehemaligen Parteikollegen, die ihm nun Verrat und Erpressung vorwerfen, ist Crumbach nicht überrascht. „Das ist im Vergleich zu internen Angriffen noch harmlos. Meine persönliche Erklärung dafür lautet, dass diese Kolleginnen und Kollegen davon ausgehen, dass alle anderen Menschen genauso ticken wie sie selbst. Also nehmen sie von jedem immer nur das Schlimmste und Böse an.“
Hinweis: In einer früheren Version wurde Robert Crumbach als „Ex-Vizeministerpräsident“ in der Überschrift benannt. Er ist weiterhin stellvertretender Ministerpräsident. Wir haben den Fehler korrigiert.
cvb
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