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Verkehr: Deswegen droht 2026 ein erneutes Staujahr auf den Autobahnen im Norden
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Verkehr
Deswegen droht 2026 ein erneutes Staujahr auf den Autobahnen im Norden
Stand: 01.02.2026Lesedauer: 3 Minuten
Die größte Staugefahr droht ab Mitte März durch Bauarbeiten auf der A1Quelle: Christian Charisius/dpa
Wer Hamburg auf der A1 umfahren will, muss mit Stau rechnen. Ab dem Frühjahr könnte es größere Behinderungen geben. Auf der vielbefahrenen Autobahn soll an mehreren Stellen gebaut werden.
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Für die Umfahrung Hamburgs auf der A1 müssen Autofahrer vom Frühjahr an mehr Zeit einplanen. Eine erste Einschränkung beginnt im März, wenn die sechsspurige Autobahn zwischen Bargteheide und Bad Oldesloe saniert wird. Dann werden nur je zwei Fahrspuren in Richtung Lübeck und Hamburg zur Verfügung stehen. Die genauen Daten der Arbeiten nannte die Autobahn GmbH noch nicht, aber es gibt viel zu tun: Es sollen drei Brücken erneuert und vier Kilometer Fahrbahn saniert werden.
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Für April ist geplant, mit vorbereitenden Arbeiten für einen Neubau der Süderelbbrücke zu beginnen. Auf dem Programm stehen die Kampfmittelräumung, also die Beseitigung von Altlasten aus dem Zweiten Weltkrieg, sowie der Bau einer Mittelstreifenüberfahrt, um Fahrspuren auf die Gegenfahrbahn verlegen zu können.
Diese Maßnahmen erfordern nach Angaben der Projektmanagementgesellschaft Deges (Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH) eine rund zwölftägige Sperrung des Hauptfahrstreifens in Richtung Süden. Der Planfeststellungsbeschluss für den Neubau der Süderelbbrücke wird nach Angaben einer Deges-Sprecherin im ersten Quartal, also bis Ende März, erwartet.
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Seit einer neuen Verkehrsführung über die Norderelbbrücke im März vergangenen Jahres ist der Autobahnabschnitt über die Süderelbbrücke bereits stärker belastet und besonders stauanfällig. Lastwagen, die aus dem Hafen oder der Hamburger Innenstadt über die A255 am Dreieck Norderelbe in Richtung Berlin oder Lübeck abbiegen wollen, müssen zunächst auf die A1 in Richtung Süden (Bremen/Hannover) fahren. An der Anschlussstelle Harburg dürfen sie die Richtung wechseln und über die Süder- und die Norderelbbrücke in ihre eigentliche Richtung einschwenken.
Frühjahrsferien und Vollsperrungen auf der A7
Die erste Reisewelle in den Frühjahrs- und Osterferien im März und April dürfte außerdem für mehr Verkehr auf der wichtigen Route zu den Ferienorten an der Ostsee sorgen. An zwei Wochenenden, und zwar vom 20. bis zum 23. März sowie vom 17. bis zum 20. April, wird die A1 als Ausweichroute gebraucht. Dann soll die A7 mit dem Elbtunnel jeweils für 55 Stunden voll gesperrt werden.
Etwas weniger Probleme dürfte die erste Vollsperrung der A7 in diesem Jahr machen. Sie soll vom 20. bis zum 23. Februar gehen. Weitere fünf Vollsperrungen dieser wichtigen Nord-Süd-Verbindung sind für Wochenenden im Mai (8.-11.5.), Juni (12.-15.6.) und September (11.-14.9. und 25.-28.9.) angekündigt. Die Baumaßnahmen auf der A1 werden mit den Sperrungen auf der A7 koordiniert, erklärte die Deges-Sprecherin. Die genauen Daten stehen aber noch nicht fest.
Bauarbeiten im Bereich Norderelbbrücke im Herbst
Ebenfalls im September werden die Autofahrer erneut mehr Geduld auf der Ostumfahrung Hamburgs brauchen. Dann wird die Deckschicht auf der A1 zwischen Moorfleet und Billstedt saniert. Dafür muss ein Fahrstreifen gesperrt werden. Weitere Details nannte die Autobahn GmbH noch nicht. Der betroffene Autobahnabschnitt befindet sich nur gut einen Kilometer östlich der Norderelbbrücke.
Der Neubau für dieses marode Bauwerk lässt derweil auf sich warten. Mit einem Planfeststellungsbeschluss rechnet die Deges erst für Ende 2027. Doch nach dem sogenannten Vorgriffsfall für besonders dringliche Bauarbeiten hat die Projektmanagementgesellschaft bereits Ende vergangenen Jahres mit einem Vergabeverfahren begonnen. Die Deges geht davon aus, dass erste Arbeiten frühestens im Oktober beginnen können.
Nach den Worten von Verkehrssenator Anjes Tjarks (Grüne) ist der Ersatzneubau der Norderelbbrücke Hamburgs wichtigstes Projekt für Autofahrer. Täglich rollen etwa 136.000 Fahrzeuge über die Brücke aus dem Jahr 1963, rund 21 Prozent davon sind Lastwagen.
lno/jlau
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