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Meeresfrüchte in Schweden: Bluefood-Tour an der Westküste  so schmeckt der Fjord





Algen, Austern, Meeresfrüchte

So schmeckt der Fjord  Bluefood-Tour an Schwedens Küste

Von Sabine Glaubitz
Veröffentlicht am 08.12.2025Lesedauer: 5 Minuten



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Fangfrischer Hummer  auch in Westschweden eine DelikatesseQuelle: Getty Images/Johner RF/Johner Images

Austernsafari, Algentauchen, Hummerfuttern: Schweden ist ein Himmel für Fans von Meeresfrüchten, die dort mit Verweis auf Nachhaltigkeit Bluefood genannt werden. Ortsvisite an der Westküste mit Geschmacksprobe.




Lars Marstone lehnt mit verschränkten Armen am Pier im Hafen von Lysekil, als wolle er Wind und Wellen persönlich begrüßen. Vor uns liegt sein liebevoll restauriertes Holzboot Signe  ein Name, der in Schweden Tradition hat. Abgeleitet vom altnordischen Signý, bedeutet er die Siegreiche oder die Gesegnete. Seit über 50 Jahren trotzt dieses Boot den Wellen  und heute nimmt es uns mit zu dem, was Schweden gerade neu für sich entdeckt: Bluefood. Nachhaltige Schätze aus dem Meer, direkt vor der Haustür.
Wir sind an der schwedischen Westküste in der Provinz Bohuslän, rund 120 Kilometer nordwestlich von Göteborg, auf Bluefood-Tour  Trips wie diese und ihr Gegenstand haben in dem skandinavischen Land gerade Aufwind. Bluefood steht für nachhaltige Meereslebensmittel wie Muscheln, Algen, Austern und verschiedene Fischarten. Sie stammen frisch aus dem Meer oder umweltschonenden Aquakulturen  lokal, mit einem kleinen ökologischen Fußabdruck.

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Lars Marstone ist einer der Pioniere. Seit über 15 Jahren lädt er gemeinsam mit seiner Frau Maivor Gäste zu Austern- und Muscheltouren ein, ab Frühjahr, aber auch bis in den November.

Unterwegs im Gullmarsfjord

Bevor wir an Bord dürfen, drückt uns Lars wetterfeste Thermoanzüge in die Hand  dick, wasserundurchlässig, irgendwie steif. Das Hineinwinden ist ein kleines Abenteuer für sich. Die könnt ihr brauchen, sagt er schmunzelnd.

Dann tuckert die Signe langsam aus dem Hafen. Vor dem Bug erstreckt sich der Gullmarsfjord  rund 25 Kilometer lang und bis zu 120 Meter tief. Er ist der größte und tiefste Fjord Schwedens und ein echter Hotspot der marinen Biodiversität.
Während das Boot gemächlich Fahrt aufnimmt, erzählt Lars, wie er Muscheln und Austern züchtet. Die Austern wachsen in stapelbaren Kästen oder Netzbeuteln, die Muscheln hängen an Leinen in durchlässigen Körben, mitten im Fjord, wo das Wasser klar, sauerstoffreich und voller Nährstoffe ist. Ideale Bedingungen, unter denen die Meeresfrüchte ungestört wachsen können.
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Wie sich eine Stadt vom Fährhafen zum Austern-Hotspot gewandelt hat

Nach gut 20 Minuten taucht eine kleine Insel am Horizont auf, die schon Lars Großvater gehörte: Käringeholmen. Wir legen an, steigen vorsichtig auf den hölzernen Steg. Dicke Leinen hängen von den Planken, daran befestigt Kästen voller Austern. Lars beugt sich hinab, greift mit geübter Hand zu. Mit einem schnellen, präzisen Schnitt öffnet er die Auster. Frisch und salzig ist der Genuss.

Wie man zum Austern-Knacker wird

Das ist die schwedische Flachauster, Ostrea edulis, erklärt er, während wir probieren. Sie schmeckt nussig und leicht mineralisch, die Textur cremig. Dann greift er in einen anderen Korb, holt eine größere hervor: Und das hier ihre japanische Verwandte, Crassostrea gigas.
Schmeckt ihr den Unterschied?, fragt Lars neugierig. In der Tat: Die Crassostrea gigas ist fleischiger, kräftiger und besitzt ein ausgeprägtes Aroma von Jod.


Per Karlsson bei der Arbeit: Der Austernzüchter zeigt Gästen die Kunst des Austernknackens
Per Karlsson bei der Arbeit: Der Austernzüchter zeigt Gästen die Kunst des AusternknackensQuelle: Sabine Glaubitz/dpa-tmn

Doch der Unterschied liegt nicht nur im Geschmack. Während die pazifische Auster weltweit in Becken oder Gezeitenzonen gezüchtet wird, setzen die Schweden auf kleine Betriebe  ohne Zufüttern, ohne Chemie. Zwei Austern, zwei Charaktere. Und beide am besten pur, mit einem Spritzer Zitrone oder Schalottenvinaigrette.
Everts Sjöbod ist ein liebevoll restauriertes Bootshaus aus dem 19. Jahrhundert und liegt in Grebbestad, rund 65 Kilometer nördlich von Lysekil. Urgemütlich, mit knarrenden Dielen und alten Seemannsknoten an den Wänden. Ein Ort wie gemacht, um einzutauchen in die Kunst, eine Auster zu knacken.

Per Karlsson, Austernzüchter und Genussbotschafter der Region Bohuslän, zeigt, wies geht. Mit Handschuh und speziellem Messer, die raue Schale fest im Griff: Linke Hand hält, hier ansetzen und drehen. Ruhig, präzise, routiniert. Karlsson betreibt das Bootshaus gemeinsam mit seinem Bruder Lars. Beide sind in Grebbestad aufgewachsen, beide mit dem Meer verbunden.
Dann sind wir an der Reihe. Zögerlich, konzentriert und dann, knack. Die Schale gibt nach. Frisch geöffnet, mit Blick auf den Fjord, schmeckt die erste Auster nicht nur nach Meer. Sie schmeckt auch nach einem kleinen Erfolg.

Algensafari im Neoprenanzug

In Smögen, bekannt für seine farbenfrohen Häuser, geht es weiter. Eine andere Facette des Meeres wartet. In einer idyllischen Bucht empfängt uns Linnea Sjögren, Gründerin von Catxalot, einem der ersten Unternehmen Schwedens, das sich ganz dem Potenzial von Meeresalgen widmet.
Was uns hier erwartet? Eine Algensafari mit Neoprenanzug und Schnorchel, bei der allerdings nur Linnea ins eisige Wasser gleitet, während wir das Spektakel vom Ufer aus bestaunen. Das Wasser ist kalt, aber voller Leben, sagt Linnea mit einem Lächeln. Sie verschwindet unbeirrt ins kalte Nass. Wenig später taucht sie wieder auf, ein glänzendes Bündel in der Hand: frisch geerntete Algen in Braun, Rot und Grün.


Linnea Sjögren mit ihrer Ernte: frische Algen
Linnea Sjögren mit ihrer Ernte: frische AlgenQuelle: Sabine Glaubitz/dpa-tmn

Auf einem Felsen breitet sie die Algen aus, sortiert sie sorgfältig nebeneinander, es ist wie bei einer Teezeremonie. Der Campingkocher zischt, das Wasser dampft. Dieser hier wird beim Trocknen knusprig wie Chips, der andere ergibt einen feinen, blumigen Tee, erklärt sie und reicht ein Glas herum.
Algen sind echte Multitalente, sagt Linnea, als sie uns von ihren vielen Verwendungsmöglichkeiten erzählt: Superfood, Kosmetik, Klimaschützer. Und das Beste: Sie wachsen direkt vor unserer Haustür. Zumindest vor ihrer.
Was Linnea aus dem Meer holt, landet nicht nur in Workshops und Kursen, sondern auch auf den Tellern der besten Restaurants in Stockholm und Göteborg: Austern mit Algenbutter, Muscheln auf Algensalat und Algenkaviar. Jedes Gericht der Genuss von Bluefood. Und Schweden.

Tipps und Informationen:

Anreise: Flüge nach Göteborg ab mehreren deutschen Städten (etwa Berlin, Hamburg, Frankfurt). Alternativ mit dem Auto und Fähre (etwa KielGöteborg) oder per Bahn über Kopenhagen. Lysekil, Grebbestad und Smögen liegen 1,5 bis 2,5 Stunden nordwestlich von Göteborg. Mietwagen oder Fernbus empfohlen.

Touren: Austern- und Muscheltouren: Lysekils Ostron & Musslor (lysekilsostronomusslor.se); Austern- und Hummersafaris: Everts Sjöbod (evertssjobod.se); Algentouren und Tang-Workshops: Catxalot (catxalot.se/english)
Unterkünfte: Das Angebot reicht von einfachen Hotels ab 60 Euro bis zum 5-Sterne-Hotel ab 160 Euro.
Weitere Infos: visitsweden.de