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Nordsee: Acht Tipps für die Reise zum Weltwunder Wattenmeer





An der Nordsee

Acht Tipps für die Reise zum Weltwunder Wattenmeer

Von Oliver Abraham
Veröffentlicht am 28.04.2019Lesedauer: 7 Minuten



Zum Glück gibt’s Gezeiten: Eine geführte Wattwanderung sollte man sich an der Nordsee nicht entgehen lassen
Zum Glück gibts Gezeiten: Eine geführte Wattwanderung sollte man sich an der Nordsee nicht entgehen lassenQuelle: imago/Lars Berg

Ebbe und Flut haben die deutsche Nordseeküste zu einer der faszinierendsten Landschaften Europas gemacht. Unsere Empfehlungen zeigen, wie abwechslungsreich der Urlaub auf den Inseln sein kann.



Segeln mit Dem Plattbodenschiff

Im Hafen von Wyk auf Föhr liegt die Labor Sanitas. Katja Wendt und John von Eitzen haben diesen mehr als 120 Jahre alten Traditionssegler wieder flottgemacht und bieten Fahrten in das Nordfriesische Wattenmeer an. Kleine Ausflüge und große Törns mit Übernachtung an Bord.
Ist das Schiff auf See, kann man auch mit anfassen und zum Beispiel die Segel einholen. So bekommt der Gast schnell das Gefühl, ein Teil der Besatzung zu sein. John von Eitzen, im Hauptberuf Surf- und Segellehrer auf der Insel, erklärt die Navigation, und die Biologin Katja Wendt erläutert die ökologischen Zusammenhänge im Lebensraum Wattenmeer.

Lassen es Zeit und Tide zu, fällt das Plattbodenschiff Labor Sanitas im Watt trocken; die Gäste können dann von Bord und ein wenig auf dem Meeresboden spazieren gehen (laborsanitas.de).

Blumensuche in den Dithmarscher Salzwiesen

Vor der Küste Dithmarschens befinden sich die größten Salzwiesen der deutschen Nordsee. Wenn der Wind kräftig weht und in das Gras greift, wogt es dort grün und gelb; im Sommer gar violett, dann blühen Strandflieder und Strandaster.



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Quelle: Infografik WELT

Als Lebensraum für rastende und für brütende Vögel gehören auch die Salzwiesen zum Nationalpark Wattenmeer. Auf markierten Wegen kann man allein durch diesen Lebensraum wandern, der zwar nicht wie das Watt zweimal täglich im Meer versinkt, aber doch häufig von der Nordsee überflutet wird.
 
Je weiter man Richtung Nordsee geht, desto mehr Wasser steht zwischen den Pflanzen, die allesamt mit dem Salz der Nordsee klarkommen müssen. Neben Strandflieder und Wermut gedeiht hier auch der Queller; er steht am weitesten draußen und schmeckt salzig-säuerlich, nach Meer eben.
 
Unter anderem die Schutzstation Wattenmeer in Friedrichskoog bietet Führungen in die Mangroven des Nordens an (schutzstation-wattenmeer.de/unsere-stationen/friedrichskoog).

Meeresfrüchte verkosten auf Sylt

Auf Sylt können Nordsee-Urlauber testen, wie die Nordsee schmeckt: Am Hafen von Rantum räuchert über Buchenholz auch das, was Sylter Fischer gefangen haben. Vor dem Imbiss bilden sich oft Schlangen, so frisch und so gut sind die Fischbrötchen. In der einen Hand der Klassiker mit Matjes, in der anderen Hand eine Flasche Bier  und dann ab in den Hafen zum Boote gucken.
 
Sehr gut sind auch die Muscheln im Bistro am Hörnumer Hafen, wo die Kutter am Pier nebenan ihren Miesmuschelfang löschen. Auf den Teller kommen sie dann nach einem Bad im Gemüsesud oder im Teigmantel oder gebraten; dazu passt ein Glas Weißwein.
Und wer sich für Austern interessiert, kann eine Austernwattwanderung machen  ein Angebot des Erlebniszentrums Naturgewalten in List. Seit 1986 wird die aus Japan stammende Pazifische Felsenauster vor List großgezogen. Wie das geschieht, erfahren Wattwanderer auf einer dreistündigen Tour. Zurück in List kann man dann schlürfen  Austern und Champagner; letzterer ist auf Sylt auch typisch Nordsee (sylt.de).

Auf Seehundsafari mit der Wappen von Juist

Die Wappen von Juist fährt aus dem Hafen von Juist ins Wattenmeer, setzt den Kurs bald West, hinein in eine Welt aus Gezeitenrinnen und Sandbänken zwischen Insel und Festland. Das Ziel sind die Sandflächen der Kachelotplate westlich der Insel Juist, sie sind ein beliebtes Seehunde-Quartier.
Kaum ein Tier ist so symbolisch mit der Nordsee verbunden wie dieses  und das Beste: dem Bestand geht es gut. Seehunde leben im Meer, aber sie müssen auch an Land kommen, um zu säugen, sich zu sonnen und auszuruhen. Gern tun sie das auf abgelegenen, großen Sandbänken irgendwo in der Nordsee.


Nordsee: Vom Weidenkorb ins Wasser – ein junger Seehund kurz vor der Auswilderung
Vom Weidenkorb ins Wasser  ein junger Seehund kurz vor der AuswilderungQuelle: picture alliance/dpa

 
Der Blick reicht über diese wilde, wundersame Welt, die sich ständig verändert und nur den Kräften von Wasser, Wind und Wellen unterworfen ist. Die Gäste blicken auf die See, gespannt und erwartungsvoll. Der Kapitän drosselt die Maschine und fährt langsam an den hoch aufgeworfenen Sandbänken vorbei.
In diesem Moment taucht aus dem Wasser ein Kopf mit großen Kulleraugen auf. Da, ein weiterer Seehund und noch einer! Seehunde sind neugierig. Die Tiere schauen dem Schiff hinterher, dann tauchen sie wieder elegant ab. Zurück bleiben helle Sandbänke vor einem drohend dunklen Himmel, irgendwo im Nirgendwo des Wattenmeeres.
 
Die ferne, kräftige Brandung ist zu hören, beinahe zu spüren, man riecht das Meer, schmeckt das Salz auf der Zunge. Nordseekino vom Feinsten. Als das Schiff Kurs auf den Hafen nimmt, formiert sich ein kleiner Begleitzug aus Seehunden  das perfekte Ende einer Safari (juist.de).

Thalasso-Kur auf Norderney

Wenn die Nordsee zurück in das Watt strömt, bringt sie jedes Mal feines Sediment mit: Schlick. Schon die Römer wussten um dessen Heilkraft, und noch heute kommt Schlick zur heilenden Anwendung  im Badehaus Norderney.


Im "Badehaus Norderney" werden Schlick, Salz, Algen und Meerwasser angewendet
Im "Badehaus Norderney" werden Schlick, Salz, Algen und Meerwasser angewendetQuelle: Nicholas Chibac

 
Es ist eines der europaweit führenden Thalassozentren, wo Schlick, Salz, Algen und Meerwasser angewendet werden. Heiß und kalt, als Nebel zum Inhalieren oder als Wasserfall aus sechs Meter Höhe als besondere Massage  in vielfältiger Weise wird hier das (Nordsee-)Wasser eingesetzt.
 
Der Schlick wiederum kommt in warmen Tüchern auf den Körper; das befeuert den Stoffwechsel, wirkt entgiftend und entschlackend. Die angenehm erdig riechenden Nordsee-Sedimente beinhalten  quasi als Essenz aus Ebbe und Flut  Mineralstoffe wie Phosphor oder Schwefel; abgebaut werden sie übrigens direkt auf Norderney (die-nordsee.de/badehaus-norderney).

Im Strandkorb den Sternenhimmel betrachten

Nachts beruhigt sich das Meer, die Wellen schlagen dann leiser an die Küste. Die sehnsuchtsvollen Schreie der Möwen, die im Dunklen ein wenig schaurig wirken, verwehen im Wind. Ein piepsiges, bisweilen hysterisch klingendes Konzert hebt dann an, wenn die Watvögel von ihren Schlafplätzen aufbrechen, um der ablaufenden Nordsee durch das Watt zwischen dem ostfriesischen Festland und der Insel Langeoog hinterherzutrippeln.


Nordsee: Mit 1,30 mal gut zwei Meter Liegefläche sind die Schlafstrandkörbe groß genug für zwei Personen
Mit 1,30 mal gut zwei Meter Liegefläche sind die Schlafstrandkörbe groß genug für zwei PersonenQuelle: Martin Stöver Fotografie

 
Wer in solchen Nächten einen der Schlafstrandkörbe in Bensersiel ergattert hat, kann sich glücklich schätzen; äußerst gemütlich sind sie, mit 1,30 mal gut zwei Meter Liegefläche groß genug für zwei Personen, mit Kissen und Bettwäsche ausgestattet. Wer im Schlafstrandkorb übernachtet, kann der Nordsee zuhören, den Sternenhimmel über dem Meer bestaunen, die Seeluft schmecken und riechen, sagt Andreas Herzog von der Kurverwaltung Bensersiel.
 
Die Schlafstrandkörbe sind wetterfest und lassen sich verschließen. Auch Duschen und Toiletten gibt es, dafür allerdings muss man das Strandbett verlassen und ein paar Meter zum Sanitärtrakt des Campinglatzes Bensersiel (bensersiel.de/camping/schlafstrandkorb).

Im Watt Strandgut und Bernstein suchen

Das Ziel heißt Blauortsand. Es ist eine Sandbank nördlich von Büsum, die auch bei normaler Flut einen halben Meter aus dem Wasser ragt. Sechs bis sieben Stunden dauert diese Wattwanderung mit dem Nationalpark-Wattführer Johann P. Franzen; eine exklusive Robinsonade, denn die Teilnehmerzahl ist naturgemäß begrenzt.
Eine gut 20 Kilometer lange Strecke muss geschafft werden und die hat es in sich: Zuerst geht es durch Salzwiesen; hier erlebt man, wie sich seewärts die Welt langsam wandelt. Erste Schlick- und Wattflächen tauchen auf. Priele  Gezeitenströme mit Rinnen so tief, dass man das Watt nicht mehr sieht , müssen gequert werden. Erst wenn das Wasser abläuft, sind sie passierbar.
 
Allmählich fällt das Watt vor der Küste Dithmarschens trocken, und Kilometer um Kilometer laufen die Wattwanderer nun über den Meeresboden. Als helle Sandfläche leuchtet Blauortsand im Westen auf, ein verheißungsvolles Ziel, denn eine Rast mit der Möglichkeit, sich auch mal hinzusetzen, gibt es erst dort.
Auf der Sandbank dann mit seinen kleinen Dünen und Grasbüscheln ist der Mensch nur Gast auf Zeit. Man kann hier liegen und die Wolken betrachten, man kann Strandgut und Bernstein suchen  bleiben aber kann man nicht. Denn schon bald kommt die Nordsee zurück (reiseservice-franzen.de).

Softeis in Borkumer Milchbuden testen

Schon zu Kaisers Zeiten ging man Baden an der Nordsee; züchtig freilich in blickdichter und hochgeschlossener Kleidung. Und schon damals sorgten die Einheimischen mit so mancher Annehmlichkeit dafür, dass sich die Gäste wohlfühlten und wiederkamen.
Auf Borkum etwa errichteten die Insulaner entlang des Strandes Holzbuden auf Stelzen, in denen sie Milchreis und Borkumer Dickmilch anboten  die Milchbuden waren erfunden. Auf Borkum sind sie heute noch so typisch wie die Pfahlbauten in St. Peter-Ording. Die Milch gabs früher gleich aus der Kanne, sagt Ralf Stonner von der Milchbude Stonners.
Insgesamt gibt es zehn Milchbuden auf Borkum; es sind zwar keine Holzverschläge mehr wie einst, sondern individuell gestaltete Bistros, die Ende Oktober aus Gründen des Hochwasserschutzes wieder abgebaut werden. Aber Milch und Milchprodukte gibt es immer noch, auch Suppen und Eintöpfe.
Zum besonderen Charme der Milchbuden gehört auch, dass es keinen Dresscode gibt und man mal eben in Badebuchse die Milchbuden betreten und den kleinen Hunger zwischendurch stillen kann (borkum.de).
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