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Nordsee: Welche der Ostfriesischen Inseln zu wem passt





Nordsee

Welche der Ostfriesischen Inseln zu wem passt

Von Knut Diers
Veröffentlicht am 20.05.2011Lesedauer: 8 Minuten



Ruhe und Entspannung findet man auf allen sieben Ostfriesischen Inseln
Ruhe und Entspannung findet man auf allen sieben Ostfriesischen Inseln

Bei allen Gemeinsamkeiten ist jede der Ostfriesischen Inseln doch anders. Von Borkum bis Wangerooge  wir erklären, was jede Insel so besonders macht.



Inseln haben ihren Reiz. Man braucht Zeit, um hinzugelangen. Das erzeugt einen Puffer zum Alltag. Schon bei der Einfahrt in den Fährhafen schalten die meisten ihr Handy stumm. Sie schnuppern Seeluft. Die macht frei. Sie bleibt auch frei von Autoabgasen. Denn nur auf zwei der sieben ostfriesischen Inseln sind Autos erlaubt  Borkum und Norderney. Die anderen setzen auf Fahrräder, Elektrokarren, Pferdefuhrwerke, Bollerwagen.

Borkum  die Luftdusche

Sie liegt ganz weit draußen. 30 Kilometer vor der Küste, fast schon in den Niederlanden. Die Fähre von Emden braucht rund zwei Stunden bis nach Borkum. Einen größeren Puffer zum Festland gibt es nicht unter den glorreichen sieben in Ostfriesland. Dann endlich atmet der Urlauber auf, denn er befindet sich jetzt im Hochseeklima wie sonst fast nirgends in der deutschen Nordsee. Das schmeichelt der Haut, besonders wenn sie gegen irgendetwas allergisch ist.

 
Borkum hat niedrige Preise, fast wie auf dem Festland. Unbezahlbar sind die grandiosen Sonnenuntergänge, untermalt von den Klängen aus dem kleinen, runden Musikpavillon. Borkum hat viel Natur, denn 92 Prozent der Inselfläche gehören zum Nationalpark.

Der besondere Moment: Auf dem "Flow Rider im Schwimmbad Gezeitenland in den Wellen tanzen  das ist Indoor-Surfen.  Fazit: Die weiteste Fährfahrt lohnt sich, die Preise sind moderat.
Anreise: Von Emden mit der Autofähre oder dem Katamaran bis Borkum ( www.ag-ems.de ). Autofahrer aus dem Süden und Westen nehmen die Fähre ab Eemshaven in den Niederlanden.  Unterkunft: "Inselhotel Rote Erde, Doppelzimmer mit Halbpension ab 56 Euro, Tel. 04922/9170, www.bsw24.de  Auskunft: Tourist-Information Borkum, Tel. 04922/9330, www.borkum.de

Juist  die Süße

Es ist ein Kreuz mit ihr  so viele Male muss der Kapitän Haken schlagen im Wattenmeer, sonst setzt er die Fähre auf. Die Reise von Norddeich dauert entsprechend lange, obwohl dem Passagier die Insel dauernd zum Greifen nah scheint. So erklären sich wohl die rund 33.000 Starts und Landungen pro Jahr auf dem kleinen Flughafen  das ist Platz zwei in Niedersachsen, gleich hinter Hannover-Langenhagen.
Die Luftreise ist in fünf Minuten erledigt. Dann heißt es Zurückschalten. Denn das Taxi ist eine Pferdedroschke, denn Autos sind hier verboten. Und dann: viel Natur entdecken.
Der 17 Hektar große Hammersee ist ein Binnengewässer; der und der riesige Kalfamer, das Ostende der Insel  alles geschützt und gut zum Beobachten von Vögeln. Die Strände sind erste Güte. Die "Venus von Juist wartet in Bronze vor dem alten Warmbad. Süßen Nougat stellt ein kleiner Laden in der Strandstraße 10 selbst her. Weltklasse.
Der besondere Moment: Rosinenstuten essen in der "Domäne Bill.  Fazit: Das ist die süßeste aller Inseln! Beste Strände, viel Natur.
Anreise: Ab Norddeich tideabhängig, daher nur ein oder zweimal täglich, www.reederei-frisia.de , Flugzeug ab Norddeich, www.fln-norddeich.de  Unterkunft: "Strandhotel Kurhaus Juist, Doppelzimmer mit Frühstück ab 144 Euro, Tel. 04935/9160, www.kurhaus-juist.de  Auskunft: Kurverwaltung Juist, Tel. 04935/809105, www.juist.de

Norderney  Party oder Klassik

Lebenslust ausleben  das kann hier jeder, unabhängig von seinen Vorlieben. Sie hat Temperament. Sie kann Surfer und Beachvolleyballer, Cineasten und wegen ihrer vielen vollen Läden auch Shopper befriedigen. Das alte Kurtheater mit den roten Samtsesseln bietet eine ehrwürdige Atmosphäre für Auftritte aller Art. Das Warschauer Symphonieorchester spielt jeden Sommer hier auf.
Manche lassen dagegen die Kugel rollen  das Casino lockt die mit dem lockeren Portemonnaie. Die runde Milchbar und die Strandsauna gehören zum Kult der Insel. Hier treffen sich Kenner, die das Besondere lieben.
Das neue "bade:haus ist ein Wellnesstempel ersten Ranges mit Wellenbad und Saunaetage. Sogar auf dem Dach lässt sich in einem "Schwitzkasten sitzen. Wer will, mietet sich oben im Haus ein Apartment. Von Singles über Familien bis zu alten Paaren finden auf Norderney offenbar alle, was sie suchen. Und dann der Strand mit 14 Kilometer Platz für viel Individualismus.
Der besondere Moment: Im Bademuseum anschauen, wie es früher auf der Insel zuging.  Fazit: Hier ist wenigstens was los!
Anreise: Ab Norddeich tideunabhängig bis zu 15-mal täglich, www.reederei-frisia.de  Unterkunft: "Strandhotel Georgshöhe, Doppelzimmer mit Frühstück ab 61 Euro, Tel. 04932/8980, www.georgshoehe.de  Auskunft: Staatsbad Norderney Tel. 04932/8910, www.norderney.de

Baltrum  ganz ruhige Nummer

Der älteste Kalauer übersetzt den Inselnamen mit "bald rum. Alles ist hier etwas kleiner als anderswo. Sogar die Inselkirche von 1862 hat innen nur Garagengröße. Partytrubel? Fehlanzeige. Hier wohnt die größte deutsche Lachmöwenkolonie. Hier hopsen Pferde fröhlich über die Marschwiesen am Watt. Hier hat der Gast endlich Ruhe.
Straßennamen gibt es nicht, nur Hausnummern. Die werden der Reihe nach vergeben und sind jetzt bei etwa 330 angelangt. Ein besonderer Ort ist die reetgedeckte katholische Kirche. Sie umschließt einen Innenhof, in dem sich der Gast sofort geborgen fühlt.
Der besondere Moment: Einkehren bei Tee, Wein und Kuchen im "Café Kluntje und sitzen wie in Großmutters Wohnstube oder auf der Terrasse.  Fazit: Wer wirklich abschalten möchte, ist hier goldrichtig.
Anreise: Mit dem Auto über die A31, Aurich, Dorum bis Neßmersiel, Fähre tideabhängig, www.baltrum-linie.de  Unterkunft: "Naturhotel Baltrum, Doppelzimmer mit Frühstück ab 124 Euro, Tel. 04939/273980, www.naturhotel-baltrum.de  Auskunft: Tourist-Information, Tel. 04939/8028, www.baltrum.de

Langeoog  die Fahrradinsel

Kinder, Singles, Paare  jeder findet auf Langeoog mehr als erwartet. Da lockt regionale Biokost. Es grasen sogar schottische Hochlandrinder auf den Weiden. Ihr Anblick kann schon Teil des Urlaubs sein. Ihr Fleisch, fett- und cholesterinarm, wird im "Seekrug serviert. Beim Strandkegeln, Tischtennis oder Halbmarathon entwickeln manche Urlauber sportlichen Ehrgeiz.
Überall stehen Fahrräder. Noch mehr sind in Bewegung, denn die Entfernungen sind schon so, dass es zu Fuß einige Zeit dauert. Elf Kilometer Länge wollen erst einmal überwunden sein. Die Fahrradverleiher haben vom Cruiser bis zum Tandem auf Langeoog alles im Angebot.
Ständig kommen Gäste, weil die Fähre ab Bensersiel nicht auf die Flut warten muss, um eine Handbreit Wasser unter dem Kiel zu haben. Höhepunkte sind die Aussichtsdüne Melkhörn, die Meierei im Osten oder auch die Teestube am Hafen mit Sanddorn-Pannacotta. Wer mal wieder im Stil der 70er-Jahre übernachten möchte, findet auf Langeoog sogar ein Retro-Hotel aus dieser Zeit mit Blümchentapete.
Der besondere Moment: Auf der 1,5 Kilometer langen Höhenpromenade entlangschlendern und den Blick genießen.  Fazit: Sport und Spiel  nichts wird zu viel.
Anreise: Über die A29, Wittmund, Esens bis Bensersiel, Fähre tideunabhängig bis neunmal täglich, www.schiffahrt-langeoog.de  Unterkunft: "Hotel Kolb", Doppelzimmer ab 110 Euro, Tel. 04972/91040, www.hotel-kolb.de  Auskunft: Kurverwaltung Langeoog, Tel. 04972/6930, www.langeoog.de 
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Spiekeroog  die Dorfschöne

Wie viele Millionen Fotos haben die Gäste wohl schon von der schmucken Inselkirche und den grün-weißen Vorbauten der Klinkerhäuschen im Ort geschossen? Das alte Inseldorf ist so hübsch, da muss man einfach zu Fuß gehen.
Tagsüber ist das Radeln hier ohnehin verboten. Die meisten sind deshalb mit ihrem Bollerwagen unterwegs. Da passt auch alles hinein, Sandförmchen, Thermoskanne, Kekse und Kinder. Auch Polizei und Kirche haben ihre Karren, was gleich außen dransteht.
 
Der Strand ist leider einen Kilometer vom Dorf entfernt, das stört schon etwas. Aber toll ist er, so fein und zart. Ganz im Westen treffen sich die Kite- und andere Surfer im Café "Old Laramie. Das ist Kult. Das verleiht der Insel einen ganz anderen Akzent.
Der besondere Moment: Abends im Lesepavillon in den Dünen sich Geschichten zur Nacht vorlesen lassen.  Fazit: Schön, gut, idyllisch.
Anreise: Mit dem Auto über die A29, Wittmund bis Neuharlingersiel, Fähre bis zu dreimal täglich, www.spiekeroog.de  Unterkunft: "Hotel Zur Alten Inselkirche, Doppelzimmer mit Frühstück ab 90 Euro, Tel. 04976/91050, www.kroeger-spiekeroog.de  Auskunft: Kurverwaltung, Tel. 04976/9193-101, www.spiekeroog.de

Wangerooge  was guckst du?

Wer im legendären "Café Pudding sitzt, kann gar nicht anders: Schiffe gucken. Die größten der Welt setzen hier vor der Küste zum Schauschwimmen an. Sie wollen zum großen Hafen von Wilhelmshaven oder gleich nach Hamburg. Containermonster, Öltanker und Frachter  alles ist dabei. Vorn im Internetzimmer der Kurverwaltung hängt sogar ein Bildschirm, der die Position, den Namen und die Schiffsgattung anzeigt.
Das Gleiche findet sich im "Fischrestaurant Kruse, wo es manchmal Steinbutt gibt  angeblich gerade vorn im Watt vom Kutter gefangen. In diesem Lokal, dem der Seeblick fehlt, ist Schiffe gucken per Bildschirmanzeige ein beliebtes Hobby.
Eine Besonderheit: Heiraten im alten Leuchtturm ist gefragt. Die davor geparkte alte, schwarze Insellok liefert die passende Kulisse für die weißen Kleider. Einen schönen Blick bieten auch die Fenster oben in der Suite der Jugendherberge im legendären Westturm. Sie gilt als eine der schönsten Herbergen in Deutschland.
Der besondere Moment: Unter der Weltkarte im "Bistro Digger's an der Oberen Strandpromenade sitzen und aufs Meer schauen.  Fazit: Viel zu sehen, gut zu essen.
Anreise: A29, dann Wittmund bis Harlesiel, die Fähreverkehrt tideabhängig bis fünfmal täglich, www.siw-wangerooge.de  Unterkunft: "Villa im Park, Doppelzimmer mit Frühstück ab 134,50 Euro, Tel. 04469/87080, www.vip-wangerooge.de  Auskunft: Kurverwaltung Wangerooge, Tel. 04469/990, kostenlose Prospekte 0800/9264376, www.wangerooge.de

Was sagt der Experte?

Uwe Garrels, Wattführer und wortgewandter Unterhalter von Gästen auf Langeoog, kennt die Urlauber. Er kam vor 35 Jahren auf die Insel und blieb  wegen einer Frau. Er trägt oft ein Fischerhemd als Erkennungszeichen. "Viele der Gäste sind dann zufrieden, weil sie meinen, so eine Kleidung sei typisch für uns, meint Garrels. "Das stimmt zwar nicht, aber ich mache das mit, sozusagen als Show-Insulaner.
 
Das Gefühl, auf einer Insel zu leben, beschreibt er als "gut isoliert und schmunzelt dabei. Wie der Gast "seine Insel findet, ist für Garrels ganz einfach. Seiner Erfahrung nach wählen sie die, "die zu ihrer Seele passt. Darum kämen sie immer wieder "nach Hause. Und dann fügt er hinzu: "Dagegen können wir gar nichts machen.
Auskunft: Ostfriesland Tourismus, Tel. 0491/91969660, www.ostfriesland.de