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Vögel beobachten: Diese Orte in Europa sind perfekt zum Birdwatching





Europa

Diese Orte sind perfekt zum Beobachten von Vögeln

Von Maike Grunwald
Veröffentlicht am 08.02.2023Lesedauer: 5 Minuten



Zu den besten Papageitaucher-Spots weltweit gehört die Insel Skomer vor der Küste von Pembrokeshire in Wales
Zu den besten Papageitaucher-Spots weltweit gehört die Insel Skomer vor der Küste von Pembrokeshire in WalesQuelle: Getty Images/500px Prime/Ian Schofield

Papageitaucher treffen, Steinschmätzer entdecken, Greifvögel zu Hunderten im Anflug sehen  das Frühjahr ist eine ideale Zeit für Birdwatcher. Wir stellen drei der besten Hotspots zum Vogelgucken in Europa vor, darunter ist auch einer in Deutschland.



Skomer, Wales: Papageitaucher und Lummen

Sie ähneln Pinguinen, die sich einen lustigen bunten Schnabel umgebunden haben: Papageitaucher, auch Puffins genannt, bringen jeden zum Lächeln  und sind nicht nur für Ornithologen spannend. Diese Vögel verbringen ihr Leben auf dem offenen Meer des nördlichen Atlantiks und westlichen Polarmeers. 
Aber von April bis Juli watscheln sie an Land umher, um in Erdlöchern ihre Küken aufzuziehen. Dann kann man die Fischfresser an einigen Inseln und Küsten gut beobachten, wo sie Kolonien bilden. Sie zeigen wenig Scheu  wenn man geduldig still steht, kommen sie aus Neugierde teils sehr nahe heran. 

Zu den besten Puffin-Spots weltweit gehört die Insel Skomer vor der Küste von Pembrokeshire in Wales. Das ganze Eiland steht unter Naturschutz, ebenso das umliegende Meer. 
Schon lange bekannt als größte Puffin-Kolonie im Süden Großbritanniens, ist die Zahl der Papageitaucher dort in den letzten Jahren auf fast 39.000 Vögel angewachsen, meldete der Wildlife Trust South and West Wales 2022. Ein Grund zum Jubeln, zumal die Vögel wegen ihrer allgemein drastisch schwindenden Zahlen auf der Roten Liste der IUCN als gefährdet eingestuft sind. 



Skomer in Wales: Von April bis Juli ziehen Papageitaucher in Erdlöchern ihre Küken auf
Von April bis Juli ziehen Papageitaucher in Erdlöchern ihre Küken aufQuelle: Getty Images/sandra standbridge

Dazu bietet Skomer Island viele weitere Birdwatching-Highlights. Sie ist wichtiger Brutort der Alpenkrähe und des Atlantiksturmtauchers, von dem hier rund 100.000 Paare nisten. Tordalken, Trottellummen, Eissturmvogel, Sturmschwalbe, die Krähenscharbe aus der Familie der Kormorane, Wellenläufer und verschiedene Greifvögel sind hier ebenso zu sehen wie junge Kegelrobben, Schweinswale, Delfine  und die Skomer-Wühlmaus, die es weltweit nur hier gibt. 


Wales: Auch Trottellummen halten sich zur Fortpflanzungszeit auf Skomer Island auf
Auch Trottellummen halten sich zur Fortpflanzungszeit auf Skomer Island aufQuelle: pa/robertharding/Andrew Davies

Von April bis September fahren Ausflugsboote auf die Insel. Die Zahl der Besucher ist limitiert, Online-Reservierungen können schon jetzt über die Website des Welsh Wildlife Trust gebucht werden (welshwildlife.org/visit/skomer-island).
Mehr Informationen: Visit Wales (visitwales.com)

Cuxhaven, Deutschland: Vögel der Heide, Küste, Wälder

Die Stadt Cuxhaven ist als Nordseeheilbad bekannt, doch bieten sie und der gleichnamige Landkreis an Niedersachsens Nordseeküste auch hervorragende Birdwatching-Spots. Denn hier sind ganz verschiedene Landschaften wie in einem Mosaik verbunden: Wattenmeer, Küstenheiden, Marsch, Geest, Wälder und Moore. Auf relativ kleinem Raum erlebt man eine vielseitige Vogelwelt  inklusive seltener Arten.
Allein das Unesco-Welterbe Wattenmeer garantiert wunderbare Sichtungen. Über zehn Millionen Watt- und Wasservögel finden jährlich Futter in dem weltweit bedeutenden Feuchtgebiet. Vom Cuxhavener Strand kann man alle drei deutschen Wattenmeer-Nationalparks sehen: Niedersächsisches, Schleswig-Holsteinisches (auf der anderen Elbseite) und Hamburgisches Wattenmeer. 


Niedersachsen: Bei einem Strandspaziergang in Cuxhaven-Duhnen lassen sich viele Vögel beobachten, darunter natürlich auch Möwen
Bei einem Strandspaziergang in Cuxhaven-Duhnen lassen sich viele Vögel beobachten, darunter natürlich auch MöwenQuelle: Getty Images/imageBROKER RF/imageBROKER/Angela to Roxel

Zu letzterem gehören die Inseln Neuwerk, die man von Cuxhaven bei Ebbe durch das Watt zu Fuß oder per Pferdewagen erreichen kann, Scharhörn sowie Nigehörn, die 1989 eigens als Vogelinsel aufgeschüttet wurde  ein geschützter Brut- und Rastplatz, der von Menschen nicht betreten werden darf.
Nicht scheu und bei einem Strandspaziergang in Cuxhaven-Duhnen auch ohne Fernglas zu beobachten sind die zierlichen Sanderlinge und Steinwälzer, die bis zum Frühling als Wintergäste aus dem Norden hier herumtippeln. 


Cuxhaven: Um die wenig scheuen Steinwälzer zu sichten, braucht man kein Fernglas
Um die wenig scheuen Steinwälzer zu sichten, braucht man kein FernglasQuelle: pa/imageBROKER/Friedhelm Adam

Spektakulär ist der Vogelzug im Frühjahr und im Herbst, wenn riesige Gruppen Nonnen-, Grau und Blässgänse, Goldregenpfeifer, Kiebitze, Austernfischer und Pfeifenten im Landkreis rasten oder bleiben. Er zählt zu den wichtigen Brutgebieten für Wiesenvögel, so auch für bei uns sehr selten gewordene Arten wie Uferschnepfe und Bekassine. Die Elbe, die in Cuxhaven in die Nordsee mündet, bietet als Süßwasserfluss weitere Pluspunkte für Vögel und Vogel-Fans. 
Lesen Sie auch

Rückgang der Bestände in Deutschland: Bekassine, Kiebitz, Braunkehlchen (v.l.)
Weltplus ArtikelVögel in Deutschland

Im dramatischen Sinkflug

Nicht verpassen sollte man die Aussichtsplattform Duhner Heide und das Unesco-Weltnaturerbe Wattenmeer-Besucherzentrum Cuxhaven. Die hervorragend gemachte Ausstellung informiert zum Beispiel über Brandgans, Knutt, Säbelschnäbler, Brachvögel, Alpenstrandläufer, Rot- und Grünschenkel, aber auch über massige Wisente, die in Cuxhavens Küstenheiden grasen, und Wölfe, die hier gesichtet wurden.


Pfeifenten bevorzugen während der Zugzeit flachgründige Gewässer
Pfeifenten bevorzugen während der Zugzeit flachgründige GewässerQuelle: Getty Images/imageBROKER RF/imageBROKER/Willi Rolfes

Vogelkundliche Touren führen vom Wattenmeer-Besucherzentrum ins Watt, in die Salzwiesen  und in das Naturschutzgebiet Cuxhavener Küstenheiden mit dem Geestkliff, Heidemooren, Sanddünen und Wäldern. Im größten zusammenhängenden Heidegebiet auf dem Festland der deutschen Nordseeküste leben über 200 gefährdete Tier- und Pflanzenarten, darunter Vogelgucker-Highlights wie Steinschmätzer, Ziegenmelker, Rebhuhn, Schwarz- und Braunkehlchen. 
Zu den Zugvogeltagen im Herbst gibt es Extratouren und Birdwatcher können sich am Aviathlon beteiligen. Bei diesem Wettbewerb unter Niedersachsens Inseln und Küstenregionen siegen die Orte mit den meisten gezählten Vogelarten. Cuxhaven hat den Festland-Preis schon mehrmals gewonnen.
Mehr Informationen: cuxhaven.de

Küste von Tarifa, Spanien: Greifvögel und Bienenfresser

Bis zu 20.000 Vogelfreunde pilgern jährlich mit Fernglas und Spektiv nach Andalusien. Ihr Ziel: die Aussichtspunkte an der Küste von Tarifa, die südlichste Stadt und der südlichste Festlandpunkt Europas an der Meerenge von Gibraltar. Sie ist bekannt als Hotspot für Surfer, doch Birdwatcher wissen: Es ist ein idealer Ort, um den legendären Zug der Greifvögel und Bienenfresser zu erleben. 


Im Frühjahr und im Herbst queren Hunderte Schlangenadler die Meerenge von Gibraltar
Im Frühjahr und im Herbst queren Hunderte Schlangenadler die Meerenge von GibraltarQuelle: pa/blickwinkel/M. Woike

Bis zu 30 Millionen Zugvögel queren hier im Frühjahr und Herbst die Meerenge zwischen den Kontinenten. Am Beobachtungspunkt Punta Camorro nahe Tarifa beispielsweise überblickt man die kürzeste Distanz zwischen Afrika und Europa  14,2 Kilometer sind es nur. Viele Greifvögel, die auf günstige Windbedingungen angewiesen sind, nutzen die Meerenge, um den gefährlichen Flug über das Wasser zu wagen. Bei ungünstigem Wetter warten sie den besten Zeitpunkt ab, fliegen dann auf einmal los  und stürzen manchmal ab ins Meer. 
Am beeindruckendsten sind die Querungen von Schwarzmilan und Schlangenadler, von denen man an einem Tag viele Hunderte sehen kann. Aber auch der Zug des bekannten Weißstorches und des bunten Bienenfressers. Denn nicht nur Greifvögel nutzen die Meerenge. 
Hier kann man mehr als 200 Arten sehen  auch einen der seltensten und skurillsten Vögel: den Waldrapp, ein europäischer Ibis mit Glatzkopf und Feder-Mähne. Dazu die Korallenmöwe, den Balearensturmtaucher, die Schmarotzerraubmöwe. Und natürlich Greife wie Sperber, Habicht, den hübschen Rötelfalken und verschiedene Arten von Adlern und Geiern. 
Im Herbst sind die Mengen spektakulärer, im Frühling kann man die Greifvögel, die aus Afrika nach Europa segeln, dafür oft besser beobachten. Etwa Schwärme von Zwergadlern, die tief kreisen und die Thermik nutzen, um dann aufzusteigen und nach Spanien zu schweben.


Spanien: Bienenfresser sitzen gerne zusammen mit Artgenossen auf Ästen oder Masten
Bienenfresser sitzen gerne zusammen mit Artgenossen auf herausragenden Ästen oder MastenQuelle: Getty Images/500px/gabriel chalmeta

Spezialanbieter wie Birdingtours, Spanien Naturreisen und Albatros-Tours bieten deutschsprachige Vogelzug-Reisen nach Andalusien an, teils mit Extras wie Abstecher in weitere Birdwatching-Regionen oder Walbeobachtungsausflüge. Touren auf Englisch, bei denen man Vogelfans aus der ganzen Welt trifft, sind buchbar bei Birdwatching Spain, Wild Andalusia, Aviantours und Inglorious Bustards.



Mit Gänsen über den Lac dAnnecy in den französischen Alpen, ein ungewöhnlicher Ausflug mit dem Ultraleichtflugzeug.
Quelle: WELT / Kevin Knauer