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Gerichtsvollzieher im Saarland getötet: Behörden nennen Details zu tödlichem Messerangriff
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Gerichtsvollzieher getötet
„Es ist nichts mehr wie vorher“ – Behörden nennen Details zu tödlichem Messerangriff
Veröffentlicht am 26.11.2025Lesedauer: 2 Minuten
Nach dem Tod eines Gerichtsvollziehers in Bexbach spricht Bürgermeister Christian Prech (CDU) über die tiefe Bestürzung. Er kritisiert die mangelhafte Kommunikation seitens des Landes im Fall um den mutmaßlichen Täter.
Quelle: WELT TV
Nach der tödlichen Messerattacke auf einen Gerichtsvollzieher in Bexbach sitzt ein 42-jähriger Tatverdächtiger in U-Haft. Er soll den Beamten während einer Zwangsräumung mit einem Jagdmesser erstochen haben. Die Ermittler sprechen von einem erschütternden Angriff auf den Rechtsstaat.
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Einen Tag nach der Tötung eines Gerichtsvollziehers im Dienst im saarländischen Bexbach sitzt der Tatverdächtige in Untersuchungshaft. Ihm wird unter anderem Totschlag vorgeworfen, wie die Ermittler bei einer Pressekonferenz am Mittwoch in Saarbrücken mitteilten. Er soll bei einer Zwangsräumung in seiner Wohnung am Dienstag mehrfach mit einem Jagdmesser auf den 58 Jahre alten Gerichtsvollzieher eingestochen haben.
Laut den Behörden handelt es sich bei den Verdächtigen um einen Deutschen. Sein Name lautet Kai Uwe M., wie die „Bild“-Zeitung berichtet.
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Der Gerichtsvollzieher erlag seinen Verletzungen noch am Tatort. Den Ermittlungen zufolge sollte die Mietwohnung des 42 Jahre alten Tatverdächtigen in Bexbach am Dienstagmorgen zwangsgeräumt werden. Der Gerichtsvollzieher sei mit drei Menschen aus der Hausverwaltung vor Ort gewesen. Er habe die Wohnung schließlich allein betreten.
Beamte der Spurensicherung bringen eine Trage in das WohnhausQuelle: Thorsten Kremers/dpa
Daraufhin soll der 42-Jährige mit einem Jagdmesser mehrfach auf den Mann eingestochen haben. Wenige Minuten nach der Tat sei er in Tatortnähe widerstandslos festgenommen worden. Neben Totschlag werden ihm Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und tätlicher Angriff auf Vollstreckungsbeamte vorgeworfen.
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Der 42-Jährige gestand die Tat laut den Ermittlern. Derzeit gebe es keine Hinweise darauf, dass er unter dem Einfluss von Alkohol oder Drogen gestanden habe, erklärten sie.
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Vorbestraft ist der Mann nach Angaben des Leitenden Oberstaatsanwalts Bernd Weidig nicht. Dennoch fiel er polizeilich in der Vergangenheit bereits auf. Zwei Verfahren wegen Bedrohung einer Nachbarin seien eingestellt worden. Zudem soll er fünf Gramm Amphetamine gekauft haben. In diesem Fall sei ein Verfahren vor dem Amtsgericht Saarbrücken anhängig.
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Die Tat vom Dienstag habe bei der Staatsanwaltschaft zu Bestürzung geführt, sagte Weidig. „Bei aller Sachlichkeit stimmt es uns traurig, dass in unserem Bundesland erneut ein Beamter, der im Dienst des Rechtsstaats stand, angegriffen und getötet wurde“, fügte er mit Blick auf die Tötung eines Polizisten in Völklingen im August hinzu.
Der Oberstaatsanwalt kritisierte auch eine „Unkultur“ in den sozialen Netzwerken. Mitunter werde die Tat dort begrüßt, das Opfer verunglimpft und dessen Angehörige beleidigt oder gar bedroht. Auch die Urheber dieser Botschaften würden verfolgt, betonte er.
„Das Leid der Angehörigen können wir nur erahnen“, sagte die saarländische Justizministerin Petra Berg (SPD). Der Fall markiere eine Zäsur für die saarländische Justiz. „Es ist nichts mehr wie vorher“, fügte sie hinzu.
Die Staatskanzlei ordnete am Mittwoch die Halbmastbeflaggung an allen Dienstgebäuden der Landesregierung an. Ab Donnerstag liegt im Foyer der Staatskanzlei ein Kondolenzbuch aus. Ministerpräsidentin Anke Rehlinger (SPD) will sich am Mittag als Erste dort eintragen.
AFP/cvb
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