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Bundeskriminalamt: 18.000 Minderjährige wurden 2024 Opfer von sexuellem Missbrauch
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Bundeskriminalamt
18.000 Minderjährige wurden 2024 Opfer von sexuellem Missbrauch
Veröffentlicht am 21.08.2025Lesedauer: 2 Minuten
2024 hat die Polizei 18.000 Opfer im Zusammenhang mit sexuellem Kindesmissbrauch gezählt. Sehen Sie hier die Vorstellung des BKA-Lagebilds „Sexualdelikte zum Nachteil von Kindern und Jugendlichen“ mit Innenminister Dobrindt und eine Einschätzung von Polizeigewerkschafter Benjamin Jendro.
Quelle: WELT TV
Die Zahl der registrierten Fälle von sexuellem Kindesmissbrauch bleibt besorgniserregend hoch. Ein Lagebild des Bundeskriminalamts liefert Einblicke. Bundesinnenminister Dobrindt will Ermittlern größere Befugnisse geben.
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Die Polizei hat im vergangenen Jahr gut 18.000 Opfer im Zusammenhang mit sexuellem Kindesmissbrauch gezählt. Das geht aus dem Lagebild „Sexualdelikte zum Nachteil von Kindern und Jugendlichen“ des Bundeskriminalamts (BKA) hervor, das in Berlin vorgelegt wurde. 13.365 der Opfer waren Mädchen, 4720 Jungen. In mehr als der Hälfte der Fälle (57 Prozent) bestand zwischen Opfer und Tatverdächtigem nachweislich eine Vorbeziehung.
In dem Lagebild wird die bereits im April veröffentlichte Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) noch einmal gesondert ausgewertet, speziell mit Blick auf sexuellen Missbrauch, Missbrauchsdarstellungen (Kinderpornografie) und sexuelle Ausbeutung von Minderjährigen.
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Die meisten Zahlen dazu waren bereits veröffentlicht. So bearbeitete die Polizei laut PKS im vergangenen Jahr 16.354 Fälle von sexuellem Missbrauch von Kindern, ein unverändert hohes Niveau im Vergleich zum Vorjahr (16.375). Ein wesentlicher Teil dieser Taten finde im Internet statt, sagte Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) bei der Vorstellung des Lagebildes.
12.368 Tatverdächtige wurden registriert, ein Zuwachs von 3,9 Prozent gegenüber dem Jahr davor. Die Polizei zählte knapp 1200 Fälle von sexuellem Missbrauch von Jugendlichen im Alter von 14 bis 17. Die Zahl der Tatverdächtigen lag hier bei 1018.
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Dobrindt hält Zahlen für erschütternd hoch
Die Statistik spiegelt nur die der Polizei bekannt gewordenen und durch sie bearbeiteten Straftaten wider – das sogenannte Hellfeld – einschließlich sogenannter Versuchstaten. Die Zahlen sind daher auch vom Anzeigeverhalten beeinflusst.
Sie seien erschütternd hoch und auf einem inakzeptablen Niveau, sagte Dobrindt und bekräftigte das Ziel aus dem Koalitionsvertrag von Union und SPD, eine Speicherpflicht für IP-Adressen einzuführen. Die IP-Adresse ist so etwas wie die Anschrift eines Computers im Internet, mit der dieser identifiziert werden kann. Telekommunikationsanbieter sollen künftig dazu verpflichtet werden, diese Adressen für mögliche Ermittlungen drei Monate lang zu speichern, damit Täter besser ausfindig gemacht werden können.
dpa/cvb
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